Der Tibesti-Code – Durchbruch in der Piri-Reis-Forschung!

[Spoiler: bitte beachtet das Erscheinungsdatum dieses Artikels, es hat wohl einige Verwirrung gegeben ;) ]

Wer waren die Urheber der Piri-Reis-Karte? Ich habe nun nach eingehender Forschung sensationelle neue Entdeckungen gemacht, die das mühsam gekittete Mosaik bereits zementierter Schulweisheit dem endgültigen Einsturz ein gutes Stück näher bringen könnten.

Wie wir alle wissen, ist die Piri-Reis-Karte aus dem 16. Jahrhundert absolut exakt in ihrer Darstellung der Atlantikküsten – zu einer Zeit, wo große Teile Südamerikas, geschweige denn die Antarktis noch gar nicht entdeckt waren. Die Antarktis wird sogar eisfrei dargestellt! Die letzte größere Kontinentalverschiebung, die wahrscheinlich den antarktischen Kontinent an den Südpol verschoben hat, ist nach Hapgood mindestens zehntausend Jahre her! Viele Forscher vermuten hier einen Nachhall uralter Kartografie, und damit einen Hinweis auf Weltkarten aus der Zeit vor Atlantis, die als Vorlage gedient haben müssen – und die so exakt nur mit Hilfe von Aufnahmen aus dem Erdorbit entstanden sein können.

Wo Hapgood irrte

Charles H. Hapgood, der in seinem herausragenden Standardwerk “Die Weltkarten der alten Seefahrer” 1966 bewies, dass die Piri-Reis-Karte auf eine uralte globale Zivilisation zurückgeht, hat Jahre seines Lebens investiert, um ihren Geheimnissen auf die Spur zu kommen, vor allem, um die Kardinalfrage zu lösen: Wo befindet sich der Mittelpunkt der Kartenprojektion? Bekannterweise ist ja nur die linke, also die westliche Hälfte der Weltkarte erhalten, der Mittelpunkt muss sich auf dem verlorenen Stück befinden – irgendwo in Afrika. Könnte man den Punkt genau bestimmen, so könnte man dort vielleicht archäologische Hinweise auf die alte Hochkultur finden.

Hapgood hat sogar Mathematiker des MIT beschäftigt, um die extrem aufwendigen Berechnungen für ihn anzustellen. Das ist nun 60 Jahre her. Heute, wo jeder einen Computer im Haus hat, der weit leistungsfähiger ist als z.B. der Computer der Apollo-Raumfähren, hat man natürlich ganz andere Möglichkeiten. Da fühle ich mich geradezu verpflichtet, den Faden mit den aktuellsten wissenschaftlichen Methoden wieder aufzunehmen.

Hapgood kam zu dem Ergebnis, dass der Mittelpunkt bei Kairo läge. Allerdings hat er immer zuerst geeignete Kandidaten für den Mittelpunkt historisch abzuleiten versucht, und dann nachrechnen lassen, ob das passen könnte. Jede dieser Berechnungen hat Monate gedauert. Ich kann mir vorstellen, dass ihm am Ende einfach die Zeit ausgegangen ist, und er den nächstliegenden Punkt nahm, den er ermitteln konnte. Außerdem hat er wohl übersehen, dass Kairo erst im frühen Mittelalter gegründet wurde! Mit meinem neuen Verfahren kann ich aber auch mathematisch beweisen, dass Kairo nicht stimmen kann!

So verdienstvoll Hapgoods Arbeit auch war – die reine Mathematik allein reicht nicht, um die Schleier über unserer grauen Vergangenheit zu lüften. Genauso wichtig sind dabei logische Deduktion und gesunder Menschenverstand!

Die Mathematik

Doch zunächst habe ich die Neuberechnung des Kartenzentrums vorgenommen. Hapgood ist kurz gesagt so vorgegangen: er hat versucht, die grundlegende kartografische Projektion zu ermitteln, die Piri Reis verwendet haben könnte. Dafür hat er das Rumbensystem, das sind die feinen Linien, die strahlenförmig von mehreren Punkten auf der Karte ausgehen, in ein modernes Koordinatennetz umgerechnet, um dann anhand von bekannten Koordinaten die Position des Mittelpunktes zu extrapolieren. Das ist sicherlich eine große rechnerische Leistung, aber hier liegt meiner Meinung nach auch ein entscheidender Denkfehler Hapgoods. Anstatt ein neues Koordinatensystem aus dem alten abzuleiten, kann man den Mittelpunkt der Karte einfach anhand der Verteilung der Rumbenpunkte ermitteln!

Beispiel für das Rumbensystem auf einer vollständigen alten Weltkarte (Caverio-Karte von 1506). Als sicher darf gelten, dass der Mittelpunkt irgendwo in Afrika liegt.

Da wir wissen, dass die Piri-Reis-Karte absolut exakt ist, können wir Afrika einfach aus einer modernen Karte ergänzen, indem wir die Westküste genau an die alte Karte anpassen.

Dann brauchen wir nur noch einen Kreis zu konstruieren, der die vorhandenen fünf Rumbenpunkte exakt verbindet. Jedes Zupfen an der Vektor-Ellipse entspricht mehreren Stunden Kopfrechnen. Und der Mittelpunkt läuft immer mit.

Somit hätten wir das Zentrum der Karte bestimmt! Es liegt nicht bei Kairo, sondern mitten in der Sahara – genauer gesagt: im Tibesti-Gebirge!

Die logische Wahl

Nun ist der Tibesti, im Norden des Tschad, kaum bekannt für antike Hochkulturen, er liegt inmitten der größten Wüste der Welt, warum sollten die prähistorischen Raumfahrer ausgerechnet diesen Punkt wählen? Hier kommt die logische Deduktion ins Spiel. Man muss das ganze global, ja sogar kosmisch betrachten. Stellen wir uns vor, wir würden auf einem fremden Planeten landen, oder ihn zumindest kartografieren wollen. Wo würden wir ansetzen? Der Punkt sollte zentral in den Haupt-Landmassen gelegen sein, und er sollte auch aus dem Orbit noch gut erkennbar sein. Was wäre da geeigneter als der höchste Punkt in der größten Wüste des Planeten, zumal wenn diese exakt im Zentrum der Landmassen sitzt?

Die Wüste bietet auch zahlreiche Vorteile bei der Auswahl eines Landepunktes, nicht umsonst wurden ja sämtliche Mars-Sonden in Wüstengebieten gelandet. Also dürfen wir davon ausgehen, dass die Paläo-Astronauten hier ihre Basis hatten und von diesem Punkt aus einst die Erde fotografierten, woraus dann Jahrhunderte später die Piri-Reis-Karte hervorging.

Die archäologische Sensation

Gespannt machte ich mich an die Erforschung des Tibesti, indem ich nach archäologischen Stätten in jener Region suchte. Die Sahara ist ja für ihre Felszeichnungen berühmt, die eindeutig antike Raumfahrer darstellen. Schon Herodot wusste merkwürdiges über ihre Bewohner zu berichten. In seinen Historien beschreibt er z.B. das Volk der Garamanten als “riesenhafte Menschen” und über die noch tiefer in der Wüste lebenden Troglodyten berichtet er, sie seien “das schnellfüßigste Volk, von dem uns je etwas zu Ohren gekommen ist”, und ihre Sprache klinge “wie das Schwirren der Fledermäuse”. Riesenhafter Wuchs, enorme Schnelligkeit, Ultraschallkommunikation – all das sind Attribute, die uns aus Augenzeugenberichten über Außerirdische nur zu vertraut sind. Die Sahara birgt also viele Geheimnisse, an die sich die Mainstream-Wissenschaft bis heute nicht herantraut.

Felszeichnungen von behelmten Außerirdischen und ihren Raumschiffen in der Sahara, zehntausende Jahre alt. (Quelle Wikipedia)

Was würde im Tibesti zu finden sein? Nach langer Suche stieß ich schließlich auf ein archäologisches Paper, welches über rätselhafte Ruinenkomplexe im Tibesti berichtet, darin eine Zeichnung aus dem Jahre 1972. Sie stellt einen gigantischen Steinbau in Form eines Symbols dar, und die Erkenntnis traf mich wie ein Megalith: als ich das Symbol erkannte, schienen plötzlich alle Puzzleteile wie von selbst an ihren Platz zu fallen und es offenbarte sich mir das ganze Bild.

Es gibt keinen Zweifel mehr: ich habe den Mittelpunkt der Piri-Reis-Karte gefunden!

Zeichnung: B. Gabriel aus dem Jahr 1972 (Gabriel 1999: 131, Abb. 2).

Dieses Symbol, welches wir heute als das Kartensymbol schlechthin kennen, und welches angeblich von Google “erfunden” wurde, muss uralt sein. Und es muss schon immer diese Bedeutung besessen haben, wenn es sich genau an der Stelle findet, die die außerirdischen Intelligenzen einst als Mittelpunkt der Welt definierten.

Dieses Bauwerk ist mindestens fünftausend Jahre alt. Ob es von dort lebenden Völkern als Heiligtum zu Ehren der Astronautengötter angelegt wurde, oder ob es vielleicht noch viel älter und außerirdischen Ursprungs ist, darüber können wir derzeit nur spekulieren. Viel interessanter ist eigentlich eine andere Frage.

Was weiß Google?

Vielen ist der gewaltige Internetkonzern inzwischen unheimlich geworden. Es geht längst nicht mehr nur um eine Suchmaschine, Google ist weltumspannend, sie sitzen in nahezu jedem Computer und jedem Smartphone dieser Welt, und sie streben die Führerschaft in Schlüsseltechnologien der Zukunft, wie etwa künstliche Intelligenz an. Auch die Ursprünge liegen im Dunkeln, wer glaubt denn heute noch die Legende von den beiden Studenten, die nur aufgrund eines etwas anderen Suchalgorithmus innerhalb kürzester Zeit zu den Herrschern der digitalen Welt aufstiegen? Die entscheidenden Schaltstellen, an denen die Weichen unserer Zukunft gestellt werden, werden nicht ohne Wissen und Mitwirkung der wahrhaft Mächtigen unseres Planeten besetzt, die mit uraltem Geheimwissen unser aller Geschicke lenken.

Und hier schließt sich der Kreis. Der Konzern bestimmt auch ganz unmittelbar unser aller Bild von der Welt: mit den Erben der Piri-Reis-Karte, digitalen Landkarten des gesamten Planeten, jederzeit nur einen Klick entfernt. Und dann “erfindet” Google im Jahre 2005 ein Kartensymbol, das zufällig identisch ist mit einer uralten Überlieferung, die auf eine außerirdische Weltkarte verweist? Wohl kaum.

Da gibt es eine direkte Verbindung über die Jahrtausende hinweg, von den alten Astronautengöttern, die der Menschheit einst die Zivilisation gebracht haben, zu dem, was heute Google ist, die die Menschheit in der Hand haben und sich anschicken, die Zukunft unserer Zivilisation in ihrem Sinne zu lenken. Ob sie genau so noble Beweggründe haben wie unsere außerirdischen Freunde aus grauer Vorzeit, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.

Da sollten wir in Zukunft sehr genau hinsehen, es würde mich nicht wundern, wenn die fehlende Hälfte der Piri-Reis-Karte irgendwo bei Google im Tresor läge – und auf dem Tibesti-Gebirge prangt das uralte außerirdische Symbol, welchem ich die Ehre hatte, seinen jahrtausendealten Kontext in der Menschheitsgeschichte wiederzugeben.


Quellen

5 Kommentare

  1. Schöner Artikel, passend zum 1.April und überschreitet, m.E., nicht nur haarscharf die Grenze zur Satire.
    Vielen Dank für dieses neueste Œuvre meines Lieblingsentdeckers.
    Volker

  2. Satire?! Wieviel zahlt Google dir, um mich hier zu diskreditieren, hä? Ich hab BEWEISE! Warte nur bis mein neues Buch beim Flopp-Verlag rauskommt!

  3. Ich habe deinen ersten Artikel zur Karte des Piri Reïs gelesen, jener im Rahmen des Schreibwettbewerbes. Ich fand ihn sowohl spannend als auch gut recherchiert.
    Hapgood kam darin allerdings nicht gut weg, und Däniken war dir nur zwei Sätze wert.
    Wie kam es nun zu deinem Sinneswandel, plötzlich die Theorie von Astronautengöttern doch zu übernehmen, und Hapgoods Werk hier als herausragend zu bezeichnen?
    Und wie verträgt sich das mit der Annahme, Piri Reïs habe die Karte aus verschiedenen Vorlagen zusammengesetzt?
    Deine Zweifel an Google finde ich übrigens mehr als berechtigt.

  4. Hallo Mira,

    das war mein Artikel zum ersten April ;-) Hier hab ich aus Spaß mal den Crackpot gespielt.

    Von v. Dänikens Theorien halte ich nichts, vor Hapgoods Arbeit habe ich einen gewissen Respekt (habs gern gelesen), halte aber seine Thesen auch für nicht überzeugend.
    Bei Google sollte man tatsächlich sehr genau hinsehen, was die so treiben, ich habe aber keine Beweise, dass sie mit den Astronautengöttern im Bunde sind.

  5. Auch wenn dein Artikel als Aprilscherz gedacht war, auch wenn man von Dänikens Theorien als Hirngespinste abtut, seine Art nachzufragen ist nicht falsch. Vieles ist nicht erklärbar, und wir werden schon sehr lange für dumm verkauft…man muss halt ein bisschen graben. Deshalb ist man nicht gleich ein Aluhutträger.

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